Echte Philologen wollen das Internet verbieten.

Kein Witz, sondern echte Hilflosigkeit - diesmal aus England. Man hört ja so vieles: Ehemaliger Schüler erschießt seine Lehrer; Attentatsvideos, staatlicher Mord an Saddam als Dokumentation und nun das: Ein Schüler wirft einen Stein in ein Schulfenster, das wird per Handyvideo dokumentiert und veröffentlicht im Internet. Klar hat das auch seinen Hintergrund, aber der kommt wegen der Diskussion über "strukturelle Gewalt" nicht zum Tragen.

Eine verantwortungsvolle Lehrerin ist entsprechend ihres Alters aufgeregt. So ein Stein kann doch Schüler und Lehrer - oder besser sie - schwer verletzen. Haben sie doch gerade im Unterricht noch über die Sharia und die Gottestrafe für Ehebruch - dem Steinigen - gesprochen. Da muß etwas getan werden.

Keine Akzeptanz! Oder besser keine Öffentlichkeit, kein Ruhm  für  den Widerstand gegen Diktatoren im Klassenzimmer.

Nun, das wäre noch verständlich, aber es war keine aktive Lehrerin, sondern eine vollbezahlte Funktionärin einer Pädagogenvereinigung.

Lehrsatz: Immer wenn Unwissenheit politisch etwas durchsetzen will, kommt die Dummheit der Reduktion zum Tragen. Bei uns auch nichts Neues. Die Pogrammieraufträge gehen jetzt wegen der Existenz des Internets nach Indien. Das stimmte nicht ganz und daher dann: Wir brauchen die Greencard für Inder, damit hier Arbeitsplätze geschaffen werden. War auch nur ein Witz. Und die Show geht weiter.


Quellen:   BBC-News;    Bootsektor;    Gulli;

zurück